Herr Heilshorn erhält Auszeichnung

Christian Heilshorn (60) gewinnt den Georg-Kerschensteiner-Preis 2012.

„Für die Konzeption, die Entwicklung und die Verbreitung des Grundschulprojekts "Physik für helle Köpfe". Das Projekt trägt in vielfacher Hinsicht zur Förderung des Nachwuchses in den naturwissenschaftlichen Fächern bei: Es bietet Grundschulkindern die Gelegenheit, durch eigenständiges Experimentieren die Themen "Licht" und "Akustik" aus physikalischer Sicht kennenzulernen. Dabei werden sie von Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 8 bis 10 angeleitet und unterstützt, die gleichzeitig ihre Fähigkeiten zur Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte erproben. Das Projekt hat seit dem Jahre 2005 eine große Breitenwirkung in Niedersachsen erreicht, wo es von über 80 weiterführenden Schulen mit jeweils mehreren Grundschulen umgesetzt wird.“

Heilshorn

Christian Heilshorn (Jahrgang 1951) absolvierte sein Lehramtsstudium mit den Fächern Mathematik und Physik an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 1980 unterrichtet er am Gymnasium Raabeschule und ist dort inzwischen Fachgruppenleiter, Sammlungsleiter und Mitglied des Schulvorstands.

Herr Heilshorn engagiert sich seit vielen Jahren für die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses, insbesondere in der Physik. Herr Heilshorn ist Initiator des Grundschulprojekts „Physik für helle Köpfe“ (seit 2005) und auch des übergreifenden Projekts „ITECH³“. In dem Projekt „Physik für helle Köpfe“ werden Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 9 und 10 als „Botschafter der Physik“ in Grundschulen entsendet. Die Grundschulkinder erhalten dabei die Gelegenheit, durch eigenständiges Experimentieren die Themen „Licht“ und „Akustik“ aus physikalischer Sicht kennen zu lernen. Dabei werden sie von den älteren Schülerinnen und Schülern angeleitet und unterstützt, die gleichzeitig ihre Präsentations- und sachbezogenen Kommunikationskompetenzen erproben und verbessern können. Dadurch wird bei den Grundschülern die Experimentierfreude geweckt, das selbständige Erforschen und Entdecken naturwissenschaftlicher Phänomene sowie das spielerische Suchen nach Gesetzmäßigkeiten gefördert. Über 80 weiterführende Schulen mit jeweils mehreren Grundschulen aus ihrem Einzugsgebiet setzen inzwischen dieses an der Raabeschule entwickelte Konzept um. Im Jahr 2009 wurde das Projekt in das bundesweite Netzwerk „Expedition Licht“ aufgenommen.

Sein persönliches Anliegen, Schülerinnen und Schüler für das Fach Physik zu begeistern, setzt Herr Heilshorn in beispielhafter Weise um, indem er neben einem interessanten Unterricht weitere naturwissenschaftliche Projekte initiiert, organisiert und durchführt, wie zum Beispiel ITECH³ (Informationstechnik von Schülern für Schüler), MINT (Kooperationsnetzwerk für mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Fächer) und Formel X (Kooperation zwischen Schulen, Industrie und Handwerk). Dadurch konnten die Kursanwahlen für das Leistungs- bzw. Schwerpunktfach Physik an seiner Schule auf einen beispielhaft hohen Wert gesteigert werden, der an kaum einer anderen Schule zu finden ist.

Die Auszeichnung wird im März 2012 während der DPG-Frühjahrstagung in Mainz überreicht.


aus: http://www.dpg-physik.de/presse/pressemit/2011/dpg-pm-2011-34.html