Schulsozialarbeit

1. Ganztagspädagogik

Die Raabeschule ist seit 1989 eine „offene Ganztagsschule“. Damit war sie eine der ersten Schulen in Nieder­sachsen, die ihren Schülerinnen und Schülern „offene Angebote“ macht, über deren Nutzung jeder selbst entscheiden kann.

Zu dem Angebot am Nachmittag gehört vor allem die Teilnahme an vielen Arbeits­ge­meinschaften und am Förderunterricht. In den Mittagspausen kann man die Computer in der Bibliothek benutzen, in der Mensa ein Mittagessen bekommen, sich im Schülercafé Boboli oder eine der Sitzecken im Schulgebäude aufhalten oder sich auf dem Schulgelände sportlich-spielerisch bewegen.

2. Pädagogische Mitarbeiterinnen

Von Anfang an wurde eine volle Stelle für einen Sozialpädagogen eingerichtet. Der Ganztagserlass formuliert für die pädagogischen Mitarbeiter den rechtlichen Auftrag, die Persönlichkeitsentwicklung, die sozialen Fähigkeiten und das aktive Freizeitverhalten der Schüler zu fördern. Diese Aufgabe wird in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, dem Kollegium und den Schülern ausgestaltet.

Seit der Integration der 5. und 6. Klassen in die weiterführenden Schulen hat die Raabeschule eine Außenstelle in Stöckheim und eine weitere Sozialpädagogin mit halber Stundenzahl bekommen.

3.Schulsozialarbeit in der Schule

3.1 ... im Heidberg

In der Raabeschule am Heidberg hat sich der Freizeitbereich seit Einrichtung der Ganztagsschule immer wieder weiterentwickelt. Jetzt besteht er aus drei Räumen, die miteinander verbunden sind. Jeder Schüler weiß, was mit „Boboli“ gemeint ist und nicht wenige haben „schon viele schöne Stunden ihres Lebens hier verbracht“ (Zitat eines Abiturienten).

Im Spielbereich ist das Boboli mit einem Billardtisch und drei Kickern ausgestattet. Das Café bietet gemütliche Sitzgelegenheiten und Bistromobiliar sowie eine Küchenecke. Gruppentische, Gesell­schafts­spiele und die Ausleihe von Basketbällen, Tischtennis­schlägern, Fußbällen, Beachvolleyball, Frisbeescheiben, Boulekugeln, Badmintonschlägern u.a. befinden sich im dritten Raum.

Diese Freizeiträume sind von 7.45 – 16.15 Uhr geöffnet. Hier kann in Pausen, Freistunden und Wartezeiten entspannt, gespielt, gelernt, gebastelt oder geredet werden.

Wie die Küche eines Hauses ist das Schülercafé der Kern des Freizeitbereiches. Hier am Tresen kann man kleine Stärkungen erwerben, sich Tee oder Kaffee kochen und andere zum Gespräch finden. Diese Einrichtung stellt ein Gegengewicht zum leistungs­bezogenen Schulalltag dar und bietet die Chance, Sorgen und Ärger loszuwerden und in ein anderes Ambiente einzutauchen.

Monika KnospeIch bin Monika Knospe und gestalte seit vielen Jahren den Freizeitbereich, organisiere das Schülercafé mit dem Boboliteam und betreue die Schüler­innen und Schüler der Raabeschule. Für die meisten Raabeschüler ist es völlig normal, dass dieses Angebot besteht. Daher be­gegnen wir uns im Alltag mit Vertrautheit. In diesen Rahmen ist ein Gesprächs- und Beratungs­­angebot inte­griert. Individuelle Probleme kön­nen im Schulalltag gelöst werden, ebenso wie Konflikte von Gruppen oder Klassenverbänden. Für die Beratungs­arbeit steht ein separater Raum zur Verfügung. Diese Gespräche werden immer vertraulich behandelt. (siehe auch Beratung an der Raabeschule)

Neben diesen Aufgaben biete ich im Nachmittagsangebot AG’ s an wie Schulsanitätsdienst, Konfliktlotsen-AG, Seidenmalerei, Filzen, Boboliteam, Maskenbildnerei, Babysitter-AG u.a.

Im Rahmen des Präventionsprogramms organisiere ich Projekttage (zur Suchtprävention, Ersten Hilfe, „Junge Verkehrsteilnehmer“ und im Rahmen der Teilnahme am Braunschweiger Modell zur Gewalt-prävention „Schritte gegen Tritte“ und „Anti-Gewalt-Training“) und führe die vorbereitenden Stunden 8. und 9. Jahrgang durch.

Zur Ausgestaltung des Schullebens zählen viele Aufgaben wie die Organisation des Schulsanitätsdienstes und der Konfliktlotsen-gespräche, die Berufsberatung, eine Nachhilfebörse und die Mit-arbeit bei vielen Schulveranstaltungen. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegium und eine schulbezogene Zusammenarbeit mit Beratungs-einrichtungen, Ärzten und Verbänden unterstützen das Ausfüllen der vielfältigen Aufgaben.

3.2 ... in Stöckheim

Magdalena SchulteIch heiße Magdalena Schulte. Von Beruf bin ich Erzieherin und Sozial­pädagogin und seit August 2005 mit einer halben Stelle in der Raabeschule Stöckheim für die 5. bis 7. Klassen tätig.

Zu meinem Aufgabengebiet gehört die Betreuung des Freizeitbereiches. Eine großzügige Pausenhalle mit Kickern, Tischtennisplatten, Billardtisch, Spiele­regal (Stelzen, Schwungtücher u.a.) und Sitzecken sowie ein gemütlicher Freizeitraum, das „Bobolino“, laden zur sinnvollen Pausen- und Freizeitgestaltung ein. Für die Schülerinnen und Schüler der 5. – 7. Jahrgänge besteht hier die Möglichkeit, sich in den Pausen aufzuhalten, Schulkameraden zu treffen und vom Schulalltag zu entspannen. Aktuelle Gesellschaftsspiele sowie vielfältige Schulhofspiele (Einräder, Pedalos, Seile, Bälle, Tischtennisschläger etc.) können mit einem Spielausweis ausgeliehen werden.

In den großen Pausen und der Mittagspause hält die Bobolino-Bistro-AG ein vollwertiges Frühstücks- und Snackangebot mit Müsli, Vollkornbackwaren, Obst, Gemüse u. a. zu Schülerpreisen bereit.

In der Mittagspause besteht für die Schülerschaft die Möglichkeit, an freiwilligen und offenen jahreszeitlich wechselnden Gestaltungs-angeboten teilzunehmen. Neben der Bobolino-Bistro-AG leite ich derzeit die AG „Einrad-Fahren“.

Einen wichtigen Bestandteil meiner sozialpädagogischen Arbeit an unserer Schule macht die Durchführung des Sozialen Lernens für den 5. und 6. Jahrgang aus. Mit diesem Baustein beginnt das Gewaltpräventionsmodell für die Jahrgänge 5 – 10 des Gymnasiums Raabeschule.

Bei persönlichen und schulischen Schwierigkeiten stehe ich unseren Schülerinnen und Schülern gern zu Beratungsgesprächen zur Verfügung. Dieses Beratungsangebot wird sehr gut von Schülern, Lehrern und Eltern angenommen. Die Gesprächsinhalte werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Bei Bedarf und mit Einverständnis der Schülerin/des Schülers vermittle ich zwischen Schülern, Eltern und Lehrkräften.